Montag, Juni 5

Ehrensenf


Ehrensenf ist eine tägliche Internet-Tv-Sendung mit einer üblichen Länge von 5min. Inhalt ist meist ein Mix aus Nachrichten, Netzkuriositäten und besonders auffälligen Website-Innovationen. Besonders unter den letzteren findet sich hin und wieder eine typische Web 2.0-Seite. Die Sendung wird von einer jungen Moderatorin moderiert und versucht (oft erfolgreich), durch humoristische Kommentare zu unterhalten. Erwähnenswert ist die (ähnlich einem Weblog) öffentliche Kommentarfunktion: Zu jeder Sendung besteht die Möglichkeit, direkt "seinen Senf" abzugeben. Und auf diesen gehen die einzelnen Sendungen auch desöfteren ein. Das Aufbauen einer Community und der Kontakt zu dieser ist also offensichtlich ein geplantes, offensichtlich erfolgreiches Konzept.
Seit einiger Zeit ist Ehrensenf auch über Spiegel-Online zu erreichen. Diese betiteln die Sendung als Videoblog. Aber ist eine solche Internet-Tv-Sendung wirklich in die Kategorie eines Videoblogs einzuordnen? Will Spiegel-Online da nur auf einen sehr erfolgreichen Zug aufspringen? Ähnlich wie die Netzeitung mit ihrem Projekt Readers Edition? Ist so etwas verwerflich? Oder zu begrüßen, um die finanzielle Zukunft eines solchen Projekts zu sichern?
Hierzu:
Aufbruch in die Utopie - oder nur ein Missverständnis? (Online-Journalismus.de)
Artikel der Landesanstalt für Medien in NRW

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Comments:
was soll daran verwerflich sein, wenn spiegel.de ehrensenf als videoblog bezeichnet? und auf welchen zug sollten sie dabei aufspringen? vor ein paar monaten hat polylux einen beitrag über ehrensenf gemacht, da haben die sich selbst videoblog genannt...

was ich eher etwas merkwürdig finde, ist, dass spiegel jetzt permanent auf ehrensenf verweist. so, als hätten die irgendwas damit zu tun. oder hast du diesen zug gemeint? ;-)
 
Oh, mißverständlich ausgedrückt- von meiner Seite. Zweites natürlich. ;-)

Spiegel hat mittlerweile sicher was mit Ehrensenf zu tun. War schon lange in der (Ehrensenf-Community) Diskussion, wo wann wer kommt und den Finanzgeber spielt. Und mit verwerflich wollte ich darauf hinaus, dass zunehmend neuartige, innovative Projekte nach einigen Monaten von größeren Unternehmen (mehr und mehr) geschluckt werden. Mit einer Unterstützung wie der bei Ehrensenf kann sowas anfangen. Deutlicher ist es bei Projekten wie Friendster oder Writely.

Und bezüglich ReadersEdition: Gut, dass die Netzeitung auf ein solche neue Idee eingeht und sie umsetzt oder sind da evtl. nur zukünftige Einnahmen im Visier?
 
zur readers edition: ich finde dieses prinzip übrigens kein bisschen neu. macht neon nicht schon seit jahren ziemlich genau das gleiche?
 
Stimmt irgendwie schon. Es ist kein komplett neues Konzept.

Übrigens finde ich Wikinews noch wesentlich mehr verwandt mit der Readers-Edition.

Neon allerdings ist, in meinen Augen, zwar ein ähnliches Grundkonzept, finde aber, dass die Ausrichtung der Zielgruppe und die Inhalte der Seite in ein anderes Genre zählen. Readers-Edition will ja richtig Zeitung (Magazin) sein. Mit möglichst journalistischer Ausrichtung.
Beispiel: Bei neon fehlt eine Rubrik Politik komplett. Auch die anderen Rubriken weisen eher auf ein Bravo-Orientierung für Studenten *g*
 
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